Lebendige Erinnerung

Lebendige Erinnerung

Das Gedenken an den Holocaust und die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau am 27. Januar 1945, vor 81 Jahren, nimmt die Deutsche Schule Athen auch in diesem Schuljahr wieder unter dem Motto „Lebendige Erinnerung“ zum Anlass mit zwei Wanderausstellungen „Die Deportation der Juden und Jüdinnen aus Ioannina“ der Humboldt-Universität Berlin und „Biographien zwischen Besatzung und Holocaust“, eine Ausstellung der Universität Patras, an die sechs Millionen Opfer und auch Überlebenden des Holocaust durch die Nationalsozialisten zu erinnern. 

Die Ausstellungen sind vom 26.01. bis 05.03.2026 im Foyer der DSA zu sehen.

Die Ausstellungen werden unter anderem durch das EU-Programm CERV im Rahmen des Projekts REM HERITAGE – Holocaust Education: Remembrance through Intergenerational Exchange mitfinanziert, an dem die DSA seit April 2025 teilnimmt; zugleich erarbeiten Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs im Projekt eigene Beiträge zur Erinnerungskultur auf Grundlage biografischer Zeugnisse und Zeitzeugeninterviews. Gerade die europäische Zusammenarbeit ist für unsere Erinnerungsarbeit besonders wertvoll: Sie verbindet Erfahrungen, Quellen und Perspektiven und macht deutlich, dass Erinnerung und Demokratiebildung eine gemeinsame europäische Aufgabe sind.

Die Wanderausstellung der Humboldt Universität-Berlin präsentiert 19 Fotos vom 25. März 1944, die Jüdinnen und Juden am örtlichen Sammelplatz in Ioannina zeigen, aufgenommen von dem Wehrmachtssoldaten Wetzel aus der Propagandakompanie 690. Die historischen Fotografien aus dem Bundesarchiv werden mit dieser Ausstellung erstmals auch in Griechenland in ihrer Gesamtheit als Fotoserie ausgestellt. Sie bezeugen das Unrecht an der jüdischen Bevölkerung Ioanninas, von denen in den letzten Jahren rund 65 Personen identifiziert werden konnten.

Die Wanderausstellung der Universität Patras, mit dem Titel „Biografien zwischen Besatzung und Holocaust in Griechenland, die in Kooperation mit der Universität Hamburg und Centropa entstand, ist eine studentische Ausstellung“, deren Anliegen es ist, Brücken zwischen verschiedenen Generationen zu bauen, sowie das Wissen über die griechisch-jüdischen Gemeinden und die während des Zweiten Weltkriegs in Griechenland begangenen Kriegsverbrechen zu fördern.

 „Die Erinnerung darf nicht enden; sie muß auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt.“ (Roman Herzog) 

In diesem Sinne sind die beiden Ausstellungen ein wichtiger Beitrag zur Entwicklung einer gemeinsamen lebendigen deutsch/griechischen Erinnerungskultur. Die Ausstellung soll SchülerInnen für historische als auch aktuelle Formen von Antisemitismus, Diskriminierung, Ausgrenzung in unserem Alltag, in Staat und Gesellschaft sensibilisieren und nachhaltig Demokratiebewusstsein, aber ebenso Toleranz und Solidarität mit benachteiligten Gruppen fördern.

Die beiden Ausstellungen können von Montag bis Freitag zwischen 8.00 und 16.00 besucht werden.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

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