Aktuelles Projekt: Jugendliche in Europa

Das diesjährige Schülerbegegnungsprojekt nimmt die Problematik junger Menschen in Europa in den Blickwinkel.

Dabei geht es um Hoffnungen, Erwartungen aber auch um Sorgen und Ängste Jugendlicher, wenn sie auf das aktuelle Europa blicken. Besonders der Blick griechischer Jugendlicher auf Europa ist ein ganz besonderer.  Ist es doch das vereinte Europa in das sie hineingeboren wurden, mit dem sie ganz selbstverständlich aufgewachsen sind, auch wenn es nicht direkt präsent oder unmittelbar fassbar war, so wusste man sich eingebettet in eine größere Gemeinschaft, die Sicherheit und Zukunft gewährte.

Doch wie sieht die momentane Wahrnehmung griechischer Jugendlicher in Bezug auf Europa aus? Ist es noch das Europa, das ihnen die viel gepriesenen Errungenschaften Frieden, Stabilität und Wohlstand, Steigerung des Lebensstandards und Freizügigkeit der Bürgerinnen und Bürger der gemeinsamen Europäischen Union gewähren kann. Gerade für die vielen jungen, gut ausgebildeten, hoch motivierten Menschen aus dem Süden Europas klaffen Anspruch und Wirklichkeit gerade weit auseinander.  Sie erleben ein Europa, das höchst uneins auf die drängenden Probleme Europas antwortet.

Ein Grund mehr sich mit der Europathematik in der Schülerbegegnung auseinanderzusetzen, um gemeinsam zu klären, was uns Europa bedeutet, worin der unschätzbare Wert des vereinten Europas, trotz politischer Krisen, Demokratiedefiziten und wirtschaftspolitischer  Fehlentscheidungen liegt und warum es sich für junge Menschen lohnt, sich für dieses Europa zu engagieren.

Das Projekt steht unter dem Motto "creating future" und soll ausdrücken, dass junge Menschen trotz der großen Probleme und Krisen in Europa, dessen Zukunft mitgestalten können und wollen. Wir werden uns sowohl sachlich als auch kreativ mit der politischen und sozialen Situation in Europa, seinen Leistungen und Errungenschaften aber auch mit den Gefahren, die das vereinte Europa bedrohen und im Besonderen mit den Erwartungen und Sorgen von Jugendlichen in Griechenland im Blick auf Europa beschäftigen.

 

Schüleraustauschprojekt der Klasse 11e mit der Fritz-Karsen-Schule Berlin

Am Mittwoch, dem 27.09.2017 traf Berlin auf Athen und die Schüler/innen der 13. Klasse des Politik-Leistungskurses der Fritz-Karsen-Schule auf die Schüler/innen der 11. Klasse des Geschichtskurses der DSA.

Die Initiative ging dabei von Berlin aus, denn Motiv und Anlass für diesen Austausch war die intensive Auseinandersetzung der Berliner Schüler mit dem aktuellen Griechenland sowie der Geschichte Griechenlands, besonders der des 2. WK und in der deutschen Besatzungszeit.

Weiterlesen: Schüleraustauschprojekt der Klasse 11e mit der Fritz-Karsen-Schule Berlin

Schülerbegegnung in Distomo Teil II vom 31. März bis 2. April 2017

„Das Leben kann nur in der Schau nach rückwärts verstanden, aber nur in der Schau nach vorwärts gelebt werden.“ Sören Kierkegaard

Es ist ein warmer, sonniger Frühlingstag. Die Mittagssonne blendet mich. Sie wirft ihre Strahlen auf den gleißend weißen Marmor, der das Licht doppelt so stark reflektiert. Darüber wölbt sich ein meerblauer Frühlingshimmel, der sich in der bunt erwachenden Natur mit seinem üppigen Farbenspiel ergießt. Unter mir liegt Distomo. Ein friedliches Häusermeer breitet sich am Fuß des Hügels aus, der sich am nordöstlichen Ende der Kleinstadt erhebt. Das kaum vernehmbare Lärmen der Kleinstadt wird nur ab und zu von einem Motorrad oder vom Hupen eines durchfahrenden Reisebusses unterbrochen, ansonsten umfängt mich die ehrfurchtsvolle Stille des Ortes. Nur der Wind, der hier scheinbar ununterbrochen weht, lehnt sich gegen diese Stille auf. Die Metallketten an den Fahnenstangen schlagen im Takt des Windes. Ich stehe vor den Marmorplatten der Gedenkstätte.

Weiterlesen: Schülerbegegnung in Distomo Teil II vom 31. März bis 2. April 2017

Interview der Klasse 10e mit Herrn Roth, Staatsminister für Europa

Fragen Jugendlicher zu aktuellen europäischen Themen:
Schriftliches Interview der Klasse 10e mit Herrn Roth, Staatsminister für Europa, vom 13.3.2017.

1) Jeder vierte Bürger der EU ist unmittelbar von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht. Besonders in den südeuropäischen Staaten steigt die Armut rapide an. Betroffen sind vor allem viele junge Menschen. Fast jeder zweite Jugendliche (im Alter von 15-25 Jahren) ist in Griechenland von der Arbeitslosigkeit bedroht. Ist den verantwortlichen EU-Politikern diese dramatische Situation bekannt?

Oh ja, das ist sie! Ich selbst bin ja viel in Europa unterwegs und erfahre häufig aus erster Hand, mit welchen Problemen die Menschen konfrontiert sind.

Weiterlesen: Interview der Klasse 10e mit Herrn Roth, Staatsminister für Europa

Auf der Suche nach Europa in Distomo

Schülerbegegnung Teil II vom 31. März bis 2. April in Distomo 

Es war eine bunte, kreative, lebendige Spurensuche, welche sowohl die Vergangenheit, als auch die Gegenwart mit einschloss und uns vor allem aber mit jungen Menschen, Zeitzeugen und Vertretern der Gemeinde Distomo zusammengebracht hat.

Der Europagedanke ist in Distomo viel lebendiger als in irgendeiner deutschen Kleinstadt, meinten die Schüler der DSA. Warum das so ist, hat sicherlich mit der tragischen Geschichte des Ortes zu tun.

Weiterlesen: Auf der Suche nach Europa in Distomo

„Ist Europa noch zu retten?“

Veranstaltung mit der FES Athen an der DSA: Schüler der Klasse 10e diskutieren am 08.03.2017 mit Herrn Christos Katsioulis über aktuelle europäische Themen.

„Europa ist hier viel präsenter als in Deutschland“ meinte Stella Krekeler, eine Erasmus Studentin aus Berlin, die ebenfalls an der Diskussionsveranstaltung mit der Klasse 10e teilnahm. Damit sprach sie den Schülerinnen und Schülern der Klasse aus dem Herzen, die dies ebenso empfinden und sich daher mit der rein theoretischen Auseinandersetzung im Unterricht nicht zufrieden geben wollten. „Europa geht uns alle an“. Die vielen Fragen Jugendlicher zur aktuellen Situation in Europa verlangten förmlich nach einem Gespräch mit Experten. Herr Katsioulis war so freundlich sich den Schülerfragen zu stellen.

Weiterlesen: „Ist Europa noch zu retten?“